DWA-Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland

Herzlich willkommen!

Terminplanung im aktuellen Teil-Lockdown

Für die nächsten Wochen sind alle Präsenzveranstaltungen abgesagt. Wir bemühen uns - soweit möglich und sinnvoll - Onlineveranstaltungen als Ersatz für Sie zu planen. Wenn wir diese Veranstaltungen entsprechend als Ersatz anbieten können, werden wir uns mit Ihnen (über den angegebenen Kontakt bei Ihrer Anmeldung) in Verbindung setzten.

Aktuelles

Abwasserbetriebe können Point of Care (PoC)-Antigen-Schnelltests selbst beziehen

Unternehmen und Einrichtungen der öffentlichen Trinkwasserversorgung und der öffentlichen Abwasserentsorgung dürfen seit dem 2. Februar 2021 Antigen-Schnelltests zum Nachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 beziehen und nutzen. Das geht aus einer Änderung der Medizinprodukte-Abgabeverordnung (MPAV) hervor. Weitere Infos hat die GFE hier zusammengefasst.

Weitere Infos zum Umgang mit SARS-CoV-2/Covid-19 gibt es hier.

Klimaschutz: Mit e-Carsharing in die Zukunft der Mobilität einsteigen

Klimakrise, Mobilitätswende, Digitalisierung, Elektromobilität und Carsharing: Diese Begriffe sind in aller Munde. Trotzdem haben sehr viele Menschen noch nie ein Elektrofahrzeug gefahren, haben noch nie Carsharing genutzt oder mit ihrem Mobiltelefon ein Auto geöffnet. Oft scheitert die Umsetzung einer Carsharing-Gemeinschaft an der praktischen Machbarkeit und bürokratischen Hürden. Um sich dieser Startschwierigkeiten anzunehmen und Bürger*innen auch bei der Gründung von Kleingenossenschaften zur gemeinsamen Fahrzeugnutzung deutschlandweit zu unterstützen, gründete die UrStrom eG gemeinsam mit elf anderen Trägern die Vianova eG. Auch für Unternehmen, Organisationen und Verbände ist das Model attraktiv, um eine effiziente Nutzung von Zweit- oder Drittwagen zu ermöglichen. Durch das Genossenschaftsmodell untersteht dabei jeder Schritt der Etablierung bis zur Ausgestaltung der demokratischen Kontrolle der Mitglieder.
Während konventionelles Carsharing vor allem in größeren Städten funktioniert, konzentriert sich Vianova auf die Einführung solcher Konzepte in ländlichen Gegenden. Weitere Infos zu Vianova finden Sie hier. Zum bereits vom UrStrom in Mainz etablierten Konzept des e-Carsharings in Bürgerhand gibt es weitere Infos im folgenden Video:


Das Projekt „Mobilitätswende und Klimaschutz in Rheinland-Pfalz“ will außerdem mit einer landesweiten Weiterbildungsinitiative an Volkshochschulen dafür sorgen, dass die Idee des Teilens von elektrischen Kraftfahrzeugen vor Ort bei den Bürger*innen ankommt. Dafür haben sich die Landeszentrale für Umweltaufklärung (LZU), das Landesnetzwerk Bürgerenergiegenossenschaften Rheinland-Pfalz e. V. (LaNEG e.V.) und der Verband der Volkshochschulen von Rheinland-Pfalz e.V. zu einer Kooperation zusammengeschlossen, unterstützt vom Netzwerk Energiewende jetzt e.V. und der UrStrom Bürgerenergiegenossenschaft Mainz eG.
Gemeinsam gründeten diese Träger eine Initiative, um Kursleiter*innen für den Volkshochschulkurs „Wege zur klimafreundlichen Mobilität: Verkehrswende - Elektromobilität – e-Carsharing“ zu finden und um das Wissen über die Mobilität von morgen in Rheinland-Pfalz und darüber hinaus zu verbreiten. Bei Interesse am Thema e-Carsharing an sich oder am Volkshochschulkurs finden Sie hier weitere Informationen.

So schädigen Medikamente die Umwelt

Medikamente sind für die menschliche und tierische Gesundheit unverzichtbar. Jedoch führen der hohe Verbrauch und der teilweise unkritische Umgang mit Arzneimitteln zu einer Zunahme von schädlichen und oft langlebigen Rückständen in der Umwelt.

In den Gewässern in Rheinland-Pfalz finden sich verschiedene Arzneimittelrückstände, deren Wirkungen auf den Menschen bisher noch wenig erforscht sind. Einige Forschungen haben jedoch ergeben, dass sich die Medikamentenrückstände negativ auf das Verhalten von Fischen auswirken. Dies kann weitreichende Folgen für unser Ökosystem haben, das auf einem sehr empfindlichen Gleichgewicht beruht.

Weitere Informationen sowie den Fernsehbericht aus der Landesschau Rheinland-Pfalz vom 14.01.2020 finden Sie in den nachfolgenden Links:

Filmbeitrag vom 14.01.2020

Informationen zu dem Bericht

Bundesregierung entwickelt erste Maßnahmen gegen Spurenstoff-Belastung

Neues ExpertInnengremium zur Bewertung von Spurenstoffen

Die Bundesregierung bereitet erste Maßnahmen vor, um Flüsse und Seen in Deutschland besser vor sogenannten Spurenstoffen zu schützen. Heute findet im BMU die erste Sitzung eines neuen ExpertInnengremiums statt, das künftig regelmäßig begutachten wird, wie gefährlich einzelne Spurenstoffe sind. Außerdem sollen Hersteller und gesellschaftliche Gruppen bei mehreren Runden Tischen zusammenkommen. In einer einjährigen Pilotphase sollen dort erste Maßnahmen entwickelt und testweise umgesetzt werden. Den Auftakt macht ein Runder Tisch zu Röntgenkontrastmitteln am 16. Dezember. Diese Mittel erschweren unter anderem die Trinkwassergewinnung.

Spurenstoffe sind Chemikalien, die zum Beispiel beim Einsatz von Arznei- oder Pflanzenschutzmitteln sowie Wasch- und Pflegemitteln entstehen. Diese Chemikalien lassen sich in Klärwerken kaum zurückhalten, weshalb sie häufig in die Umwelt gelangen. Schon in geringen Mengen können sie sich schädlich auf die Tier- und Pflanzenwelt in Gewässern auswirken. Da wo sie vorkommen, erschweren sie die Gewinnung von Trinkwasser.

Vor diesem Hintergrund hat das BMU einen Stakeholder-Dialog zur Erarbeitung einer Spurenstoff-Strategie gestartet. Die dabei beteiligten Verbände haben sich auf einen breiten Maßnahmenkatalog geeinigt, um die Umweltbelastung mit Spurenstoffen zu verringern. Dazu gehört auch die Einrichtung eines unabhängigen ExpertInnengremiums zur Bewertung von Spurenstoffen. Diese erfolgt anhand der im Stakeholder-Dialog erarbeiteten Bewertungskriterien. Dem Gremium gehören 15 Experten und Expertinnen aus Bundesbehörden, Bundesländern, Industrie, Umwelt- und Wasserverbänden an, sie treffen sich heute zu ihrer Auftaktsitzung, um auf Grundlage von Vorarbeiten des Umweltbundesamtes erste Spurenstoffe auf ihre Relevanz für die Gewässer zu bewerten.

Für ausgewählte, als relevant bewertete Spurenstoffe werden jetzt Minderungsmaßnahmen erarbeitet, die an den jeweiligen Quellen ansetzen. Dies passiert an Runden Tischen, die die Hersteller der Produkte verantworten, welche die Spurenstoffe verursachen. Als Erstes wird es um die Gruppe der Röntgenkontrastmittel gehen. Hierzu startet am 16. Dezember 2019 ein erster Runder Tisch in Bonn. Teilnehmen werden Industrievertreter, Vertreter aus dem Gesundheitssektor, der Wasserwirtschaft, der Umweltverbände und der Länder. Es ist vorgesehen, dass die Organisation und Moderation des Runden Tisches von den beteiligten Akteuren im Wechsel durchgeführt wird, so dass ein ausgewogener Prozess gewährleistet werden kann.

Röntgenkontrastmittel können durch den menschlichen Körper nicht aufgenommen werden und werden daher unverändert ausgeschieden. Kläranlagen können diese Substanzgruppe allerdings kaum zurückhalten. Dadurch gelangen diese Mittel auch in die Gewässer, wo sie lange verbleiben und häufig nachgewiesen werden. Die Gewinnung von Trinkwasser wird dadurch aufwendiger. Ziel ist es, durch Maßnahmen bei der Produktwahl, bei der Herstellung, der Anwendung sowie durch Maßnahmen nach der Anwendung, den Eintrag von Röntgenkontrastmitteln ins Abwasser zu reduzieren, damit diese nicht über aufwendige und kostenintensive Technologien nachträglich entfernt werden müssen.

Auch Arzneimittelwirkstoffe stehen im Fokus der Spurenstoffstrategie, da sie durch die gängigen Kläranlagen nur unzureichend zurückgehalten werden. Die Wirkstoffe gelangen entweder im Zuge der normalen Anwendung über menschliche Ausscheidungen durch das Abwassersystem in unsere Gewässer oder durch die falsche Entsorgung über Toilette und Spüle.

Alle beim Stakeholder-Dialog vereinbarten Maßnahmen werden in einer Pilotphase getestet und anschließend unabhängig evaluiert werden. Zur Organisation, fachlichen Begleitung und Evaluierung der Pilotphase sind das Fraunhofer ISI, die IKU GmbH und das Umweltbundesamt einbezogen.

Weitere Informationen
Im Stakeholder Dialog zur Spurenstoffstrategie des Bundes, hatten sich die beteiligten Stakeholder auf vielfältige Maßnahmen und Vorgehensweisen geeinigt und diese in einem Ergebnispapier dokumentiert: www.bmu.de/download/ergebnisse-der-phase-2-des-stakeholder-dialogs-spurenstoffstrategie-des-bundes/